Erster Schritt zum Erfolg
Beliebter denn je ist inzwischen das Karpfenangeln mit verbesserten, weiterentwickelten Methoden. Ich möchte euch heute ein klein wenig über das Karpfenangeln informieren und euch ein paar kleine Tipps für den Erfolg geben.
Zuerst zur Montage. Ich fische eine Selbsthakmontage mit Haarvorfach. Hierbei wird ein schweres Blei auf die Hauptschnur aufgezogen und die Haarmontage mit einem Wirbel an der Hauptschnur befestigt. Hierbei sollte beachtet werden, dass die Hauptschnur und die Rute das Gewicht auch aushalten. Ein Vorfach für diese Montage ist zwischen 12 und 25 Zentimeter lang und wird meistens auf geflochtenem Vorfachmaterial zwischen 15 und 35 Pfund Tragkraft gebunden. Dabei unterscheidet man auch von steifem, ummantelten Material und einem weichen, nicht ummantelten Vorfach, wobei das weichere natürlicher wirkt als das ummantelte.
TIPP: Die Selbsthakmontage funktioniert am besten mit Bleien ab 100 Gramm. Leichtere Gewichte können unter Umständen den Haken nicht tief genug in das Fischmaul hineintreiben, was zum Verlust des Fisches führen kann.
TIPP: Ein dünner haken dringt besser ins Fischmaul ein, kann aber bei zu Großer Belastung brechen. Je kleiner der Widerhaken, desto besser dringt der Haken ein.
Die wahrscheinlich bekanntesten und fängigsten Köder sind? - Richtig. Mais und Boilies. Was viele nicht wissen, an vielen Gewässern flüchten Karpfen, sobald sie etwas gelbes im Wasser sehen. Deshalb lohnt es sich auch mal einen fast unbekannten Karpfenköder zu benutzen - Erbsen. Auch ich habe Erbsen an solchen Gewässern benutzt und war erfolgreich. Nun zurück zu unseren Boilies.

Boilies sind, wie der Name schon sagt, in Wasser gekochte Teigkugeln (engl. to boil - kochen). Da sie durch das Kochen hart und trocken werden, halten die Boilies am Haar lange im Wasser und zerfallen erst nach langer zeit. Der durchschnittliche Boilie hat einen Durchmesser von 20 Millimetern. Je größer der Boilie, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit kleinere Karpfen zu überlisten. In trüben Gewässern kommen bei vielen Karpfenanglern sogenannte Pop-Up`s zum Einsatz. Diese werden mit dem Boilie auf das Haar aufgezogen und das Boilie bekommt unter Wasser einen auftrieb. Zum anfüttern kommen Partikel und Pellets zum Einsatz. Mit Wasser vermischt bildet sich eine teigähnliche Masse, die man am Futterplatz ins Wasser wirft.
Wenn man an seinem Angelplatz angekommen ist, sollte man die Wasseroberfläche nach Blasen und Staubwolken unter Wasser absuchen, denn das sind Anzeichen eines gründelnden Karpfens. Ebenso sollten Seerosen und Krautfelder nicht unbeachtet bleiben. Egal welche Fischart man beangelt, das Seerosenfeld ist immer fangfähig. Hechte nutzen es als Versteck um auf Beute zu lauern, Karpfen weiden wie Kühe durch das Feld und andere Weißfischarten nutzen sie als Versteck.
Man unterscheidet verschiedenr Arten von Karpfen. Die am meisten verbreiteten und bekanntesten Arten sind der Spiegelkarpfen, der fast keine Schuppen besitzt und eine goldgelbe Färbung hat, der Schuppenkarpfen (Schuppi), dessen Haut komplett mit Schuppen versehen ist und den Graskarpfen (Graser), der, wie ein Schuppenkarpfen, komplett mit Schuppen versehen ist aber in der Form einem Torpedo ähnelt.
Wenn man auf diese Dinge achtet, ist man beim Karpfenangeln auch erfolgreich. Vom kleinen Karpfen mit 2 Kilo bis hin zu den „Monstern“, wie sie unter Karpfenanglern genannt werden und die bis zu 30 Kilo schwer werden können, ist alles dabei. An sich ein schöner Fisch der Spaß an der Angelei macht und richtig Power machen kann.
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Bericht das Karpfenangeln ein wenig näher bringen und euch mit ein paar Tipps helfen ein paar Karpfen zu überlisten.
Bericht Luca Litgen

